Zu Besuch in Deutschland

Wir sind wieder in Deutschland.
Nein, kein Reiseabbruch, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Wir mussten nach sechs Monaten raus aus Griechenland, weil sonst Zoll auf unsere Fahrzeuge angefallen wäre.
In den sozialen Medien gibt es diverse Diskussionen, ob der griechische Zoll eine Überschreitung des Termins mitbekommen würde. Wir halten uns jedoch gerne an die Gesetze unserer Gastgeberländer. Italiens Regionalgrenzen waren coronabedingt noch geschlossen. Und wir hatten Familie und Freunde seit letztem Sommer nicht mehr gesehen. Alles zusammen ausreichend Gründe, für ein paar Wochen nach Deutschland zu fahren und alle mal wiederzusehen.

Ein Ausflug nach Athen

Um zu testen, ob mein Fuß gut genug geheilt ist, den langen Heimweg mit dem Motorrad zu schaffen, haben wir am Wochenende vor der Abfahrt einen kleinen Ausflug unternommen. Nach Athen. 250 Kilometer. Als Test – und weil wir die Akropolis sehen wollten. Genau 93 Tage nach der Knöchel-OP bin ich die Akropolis hinaufgestiegen. Nicht schmerzfrei, aber immerhin. Mein Smartphone hat für den Tag über 10.000 Schritte angezeigt.
Der Heimreise per Motorrad stand nichts mehr im Weg. Also haben wir die Fähre von Patras nach Venedig gebucht, unsere Sachen gepackt und sind losgefahren. Und nachdem es in den letzten Tagen in Kalamata fast nur regnete, schlug genau am Abreisetag das Wetter um: so herzerfrischend es ist, bei Sonne über die kleinen Sträßchen der Peloponnes zu brausen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, über die 36 Grad haben wir ganz schön geflucht.

Motorrad
Nächtliches Warten im Fährhafen von Patras

Fünf Länder an einem Tag

Die Fährfahrt war so angenehm, wie wir es von den europäischen Fähren kennen: saubere Kabinen, ruhiges Wasser und zu Pandemiezeiten wenige Passagiere. Die Zeit verging schnell und nach zwei Nächten auf See kamen wir am frühen Morgen in Venedig an. Eine Übernachtung am Comer See und ein paar Ländergrenzen weiter waren wir wieder in Deutschland. Für alle, die jetzt wegen der Zahl 5 rätseln: Italien, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland.

Pärchen vorm Comer See
Abendliche Verschnaufpause am Comer See

Und wie geht es jetzt weiter?

Und so sitze ich gerade in Quarantäne und freue mich darauf, meine Eltern und meine Schwester wiederzusehen. Irgendwann im Juni geht unsere Reise weiter.

Wie genau, das hängt von unseren Impfmöglichkeiten sowie den Grenzformalitäten der Nachbarländer ab. Vielleicht besuchen wir Frankreich, auch England oder Irland sind in der näheren Auswahl. Und noch immer planen wir, im Herbst nach Südamerika weiterzureisen.

Es bleibt auf jeden Fall spannend.

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