Nach unserer Zwangspause wegen meiner Sprunggelenksfraktur und dem Warten auf eine Impfung geht es morgen endlich wieder auf die Straße: Frankreich ruft.

Wir hatten ja in Griechenland sechs Monate Lockdown ausgesessen, ohne viel vom Land zu sehen. Schade, aber nicht zu ändern. Dann war Rückkehr angesagt, Besuch bei Familie und Freunden, so wie die Coronaregeln es halt zuließen.
Und wir wollten eine Impfung haben. Am liebsten mit Comirnaty von BioNTech. Dies gilt aktuell als beste Lösung für diverse Virusvarianten. Also melden wir uns bei den lokalen Impfzentren an und warten. Und warten. Und warten. So lange, bis uns langsam mulmig wird. Immerhin hängen unsere Südamerikapläne ab Herbst (unter anderen) an dieser Impfung.
Immer mehr Berichte erreichen uns, dass in Bulgarien und Griechenland auch Nicht-Einheimische mit BioNTech geimpft werden können. Und das ohne Wartezeit. Wir sind hin und her gerissen. Eigentlich wollen wir durch Frankreich touren, die Normandie sehen, zum Mont Saint-Michel laufen. Andererseits liegt unsere Priorität eindeutig auf der Impfung.
Wir brauchen eine Entscheidung: und wir entscheiden uns, nach Bulgarien zu fahren. Vor der Abfahrt stehen nur noch ein paar Familientermine an.

Pläne sind dazu da, geändert zu werden

Montag früh, drei Tage vor dem geplanten Aufbruch nach Bulgarien, klingelt mein Telefon: Wolfgangs Schwester. Sie bietet uns eine BioNTech-Impfung über ihre Firma. Vielleicht. Hängt von der Länge der Warteliste ab. Wir sind begeistert und sagen sofort zu.

So schön eine Tour durch Rumänien und Bulgarien wäre, Frankreich reizt uns gerade einfach mehr.

Wir stehen auf Platz 16 und 17 der Warteliste. Es gibt drei Ampullen. Mit Glück also 18 Impfdosen. Mit Pech nur 15. Wir können drei Tage lang nur hoffen. Aber wir können nur gewinnen: Falls es nicht klappen sollte, würden wir einfach den ursprünglichen Plan weiter verfolgen und nach Bulgarien fahren.

Am Donnerstag vormittag stehen wir in München, wissen aber noch immer nichts. Dann endlich kommt der erlösende Anruf: Es gibt 18 Impfdosen und wir sind dabei. Und dann klappt alles problemlos.

Frankreich, wir kommen

Gestern wurden wir geimpft, die Nebenwirkungen sind bis auf leichte Kopfschmerzen bei mir ausgeblieben. In sechs Wochen gibt es die zweite Dosis. Bis dahin haben wir viel Zeit.
Morgen früh werden wir aufbrechen und dann Frankreich vom Süden her umrunden: Seealpen, Pyrenäen, dann die Atlantikküste hoch in die Bretagne und die Normandie.

Nach der Zwangspause wegen meiner Sprunggelenksfraktur hab ich mittlerweile echt Hummeln im Hintern und will wieder fahren.
Seid gespannt auf die Fotos.

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